Unterrichtshilfe Finanzkompetenz

herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände,
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Infomaterial für Lehrer
Infomaterial für die Schüler

Symbol MöbelModul 4: Die erste Wohnung einrichten —
"Möbel wie aus dem Katalog"

Einflüsse auf Konsumentscheidungen

Methodentyp:
Werbeanalyse in Gruppen- oder Partnerarbeit
Ziele:
Werbestrategien und ihre Wirkmechanismen verstehen
Inhalte:
Strategien, Zielsetzungen und Wirkungen von Werbung
Dauer:
60 – 90 Minuten
Material:
Anzeigen aus Printmedien, Fernsehspots, Internetzugang

Anleitung:
Eine Print- oder Fernsehwerbung für ein Konsumgut (z. B. Wii 2, LCD-Fernseher, Möbelstück, PC oder Laptop, i-Pod usw.) bzw. eine entsprechende Finanzierung (z. B. 0%-Finanzierungen, Finanzierung im Geschäft mit Einkommensnachweis) wird von den Jugendlichen in Partner- oder Gruppenarbeit ausgesucht. Dabei sollten die Jugendlichen selbst entscheiden, welche Werbung für welches Konsumgut usw. sie untersuchen, damit sie auch motiviert sind.
Mögliche Fragen an die betrachtete Werbung können sein:

  • Welches Produkt wird angeboten? (Konsumgut, Finanzierung, beides zusammen)
  • Wie wird es dargeboten? (Anzeige, Werbespot, ...)
  • Gibt es eingängige Slogans? Wenn ja, was suggerieren sie?
  • Wer soll angesprochen werden? (Jugendliche, junge Erwachsene, Männer, Frauen, Familien, ...)
  • Welche Bedürfnisse werden angesprochen? (Freiheit, Glück, ...)
  • Was macht die Werbung „sympathisch“ was eher nicht und warum?
  • Mit welchen Stilmitteln wird gearbeitet? (Bilder, kleine Kinosequenzen, Schrift bzw. Ton, Musik, Farben, ...)
  • Welche konkreten Informationen über das beworbene Produkt sind zu finden? (z. B. Preis, monatliche Kreditrate, Leistungsmerkmale, Energieeffizienz, ...) 
  • Wie glaubwürdig ist die Werbung?
  • Wie auffallend ist die Werbung? Wodurch wird dies erreicht?

Die jeweiligen Partner oder Gruppen stellen Ihre Analyse im Plenum vor. Im Anschluss an diese Vorstellung sollten Gemeinsamkeiten der analysierten Werbungen noch einmal auf einer Wandzeitung oder an der Tafel festgehalten werden.
Anschließend kann im Plenum diskutiert werden, inwiefern und warum die vorgestellte Werbung Konsumentscheidungen beeinflussen kann. Hierbei sollte unbedingt vermieden werden, Schülerinnen und Schüler in Rechtfertigungsdruck zu bringen.

Seite drucken | zurück zur Normalansicht